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Badische Turnerzeitung

Staffel-OL: Badische Mannschaften dominierten!

Bei nahezu idealem Laufwetter trafen sich am 14. Juli diesen Jahres 128 Orientierungsläufer/innen zur Austragung der Baden-Württembergischen Staffelmeisterschaften im Orientierungslauf. Ausgerichtet wurden die Wettkämpfe vom SV Baindt auf der Karte "Fuchsenloch". Der typisch oberschwäbische, naturnahe Mischwald im Endmoränengebiet bestach durch eine sehr eigene Mischung aus hügeligen und flachen Abschnitten. Die zum Teil sehr unruhige Geländeform stellte erhöhte Orientierungsansprüche. Nahezu jede/r Läufer/in konnte eine Geschichte über länger gesuchte Posten erzählen. Am Ende dominierte jedoch die Freude über einen schönen Wettkampf.

Wie kaum anders zu erwarten, siegte unter den 5 Mannschaften der Damen die Gundelfinger Turnerschaft mit den nationalen Eliteläuferinnen Meike Jäger und Judith Pfleger. Mit insgesamt über 40 min Vorsprung lagen sie unerreichbar vor SG Schomburg 1 und TSV Stettfeld 1. Bei den Herren wurde die OLG Ortenau 1 mit ausgewogenen Leistungen der Läufer Christoph Bruder und Martin Herzog Meister. Der Abstand zum Zweitplazierten TGV Horn 1 betrug komfortable 8 min. Auf Platz 3 setzte sich die zweite Mannschaft der Gundelfinger Turnerschaft (Rolf Wüstenhagen und Michael Witzel) mit lediglich 20 s Rückstand zu den Zweiten.

Äußerst knapp ging es in der D15-18 zu: Mit nur einer Sekunde Vorsprung setzen sich Astrid Schlesier und Lotte Murmann von der GTS vor TSV Stettfeld 2. Nur 1 Sekunde mehr Polster verschafften sich die Erstplazierten David Schilli und Markus Heizmann (OLG Ortenau 1) in der H14. Hinter SV Baindt 2 lagen Leonie und Frieder Hobe (GTS 1) mit wiederum ebenfalls nur 2 Sekunden Rückstand. Michael Oehler und Max Gaedtke (GTS 1) waren auf Platz 1 in der H15-18. In der Kategorie H70 (zwei mindestens 35 Jahre alte Läufer) siegte OLG Ortenau 1 mit den Dauerbrennern Benedikt Funk und Ewald Eyrich. Sie lagen 7 min vor Frank Lösel und Bernd Döhler (TuS Rüppurr), welche sich vor SV Baindt 1 über 21 min Vorsprung verschafften. Leider keine Mannschaft trat in der D70 an. Die H100 war nahezu völlig schwäbisch besetzt.

Für die Staffelmeisterschaften des nächsten Jahres wird in Diskussion sein, wiederum zu einem modifizierten 3er-Staffel-System zurückzukehren. Die gegenüber den Einzelläufen spannendere Wettkampfatmosphäre der Staffelläufe wird dadurch sicher nur gewinnen können - möglicherweise ein Anreiz für eine höhere Teilnehmerzahl.

Zum ersten Mal bei Baden-Württembergischen Lokalläufen kam das elektronische Kontroll- und Identifikationssystem "Sport-Ident" zu Einsatz. Läuft bei unseren Schweizer Nachbarn bereits nahezu jeder auch kleinere Lauf mit diesem sehr komfortablen System, so ergab die Abwägung zwischen Aufwand und Nutzen bisher doch immer abschlägige Ergebnisse für unseren Raum. Tatsächlich scheint der Aufwand für kleinere Läufe doch etwas unverhältnismäßig. Ab einer kritischen Läuferzahl liegen die Vorteile aber klar auf der Hand. Die Schwaben preschten nun vor und schafften ein System an. Dieses wird in Zukunft auch für badische Organisatoren verfügbar sein. Darüber wird sich die Zusammenarbeit beider Verbände sicher weiter intensivieren. Und: Gemeinsames Üben sowie Erfahrungsaustausch für einen wirklich effektiven Einsatz des Systems schadet bestimmt nicht.

Dirk Fritzsche