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Badische Turnerzeitung

ARGE-ALP-Meisterschaften im Orientierungslauf 2001

Der ARGE Alp als politischer Organisation gehören 11 Länder bzw. Regionen der Alpenanrainerstaaten Italien, Schweiz, Österreich und Deutschland an. Die ARGE-ALP-Meisterschaften im Orientierungslauf entwickelten sich zur größten sportlichen Veranstaltung innerhalb der ARGE ALP mit zuletzt regelmäßig über 500 Teilnehmern. Der Orientierungslauf als überaus naturverbundene Sportart kann wie kein anderer Sport wesentliche Ziele der Arbeitsgemeinschaft wie die Entwicklung des Gefühls gemeinsamer Verantwortung für den Kultur- und Lebensraum Alpen oder die Entwicklung kultureller Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg befördern.

In diesem Jahr richtete das Land Tirol die Meisterschaften in Telfs/Mösern aus und über 50 Orientierungsläufer, darunter 31 Badener OLer bildeten die baden-württembergische Mannschaft. Bei strahlendem Sonnenschein freute sich jeder auf das auf ca. 1.300 m Höhe gelegene Laufgelände, wo am Sonnabend, 13. Oktober 2001, zunächst die Staffelläufe und am Sonntag dann die Einzelläufe stattfanden. Das voralpine Gelände bestand aus locker bewaldeten Flächen, leicht zu kreuzenden Hochwaldarealen einem unruhigen Geländeprofil mit steilen Hängen und, nicht zu vergessen, etlichen Zäunen. Für die den eher Kultur- und Mittellandwald gewöhnten Baden-Württemberger bedeutet ein solches Gelände zunächst immer eine Umgewöhnung. Das Fehlen von dichtem Brombeerbewuchs erleichterte diese Umstellung jedoch erheblich.

Sieger in der Gesamtwertung wurde in diesem Jahr der Kanton Graubünden vor Trentino und St. Gallen. Baden-Württemberg belegte den 8. Platz. Leider gingen unserem Land durch einen Veranstalter-Fehler wertvolle Punkte bei den Staffelwettbewerben verloren. Eine Fehlsortierung der Laufkarten hatte eine zum Teil falsche Vergabe von Bahnen zur Folge. In der Klasse H35 führte dies dazu, daß die gesamte Klasse nicht in die Punktewertung einging, besonders hart für Baden-Württemberg, da eine starke Staffel (Benedikt Funk, Emil Kimmig, Markus Theißen) auf etwas zu kurzen Bahnen zunächst den ersten Platz zu belegen schien. So konnten sich die Läufer leider keinem sportlichen Wettbewerb stellen. Wertvolle Punkte gab es dagegen für einen sehr guten zweiten Platz der Staffel H45 mit Ewald Eyrich, Dietmar Leukert und Bernd Döhler. In der D35 konnten Jutta Matusza, Claudia Quednau und Helga Matusza mit einem dritten Platz punkten.

Mit mehr Glück, aber vor allem großartigen Leistungen setzten sich baden-württembergische Läufer gegen die starke Konkurrenz bei den Einzelläufen durch. Meike Jaeger (Gundelfinger TS) konnte sich einen hervorragenden 2. Platz in der Damen Elite erlaufen. Helga Matusza (Gundelfinger TS) gewann souverän die Klasse D40. Markus Theißen (Gundelfinger TS) holte sich Gold und unserem Land Punkte in der Klasse H35. Andreas Drexhage (TGV Horn) schaffte es in der gleichen Klasse auf Platz 6. Emil Kimmig (TV Oberkirch) holte sich den Sieg in der H40. Dietmar Leukert (SSV Attempto Bad Urach) lief die Strecke der H55 am schnellsten. Anja Sander (TSV Stettfeld) setzte sich in der D16 und Jutta Matusza (Gundelfinger TS) in der D35 auf den 6. Platz. Bernd Döhler (TuS Rüppurr) konnte in der H45 den 5. Platz vor Ewald Eyrich (OLG Ortenau) belegen.

Die vollständige Ergebnisliste mit Zwischenzeiten findet man im Internet unter: http://members.aon.at/lki/.

Neben dem sportlichen Wettbewerb, der in einem Ländervergleich einen sehr eigenen Reiz annimmt, zählt für jeden Orientierungsläufer ein Lauf in einem schönen Gelände bei phantastischem Wetter zu den besonderen Erlebnissen. Die Alpenlandschaft und die Organisatoren um den Laufklub Kompass Innsbruck boten diese Bedingungen und ließen die Pannen verschmerzen. Gute Voraussetzungen dafür, daß das Teilnehmerfeld im nächsten Jahr wieder ähnliche Dimensionen annehmen wird.

Dirk Fritzsche